140 Jahre Kirchenchor St. Pankratius - 395 Jahre Kirchenmusik St. Pankratius

Das Jahr 2011 bot für die Pfarrgemeinde St. Pankratius gleich doppelt Grund zum Feiern. Nachweislich lässt sich die Kirchenmusik in Dingden auf das Jahr 1616 zurückverfolgen. Das Jahr 1871 markiert das Gründungsjahr unseres Chores. Seit nunmehr 140 Jahren stehen wir in der Tradition, die vielfältige Kirchenmusik in unserer Pfarrgemeinde weiterzuführen und lebendig zu halten. Dieses Jubiläum feierten wir mit einem besonderen Projekt. Im Festgottesdienst am Sonntag, 9. Oktober 2011 erklang Chormusik von Wolfgang Amadeus Mozart mit Orchesterbegleitung.

"Kunst ist schön, macht aber auch viel Arbeit." Dieses Zitat von Karl Valentin können die Sängerinnen und Sänger unterstreichen. Intensive Proben gab es ab März 2011. Das Ergebnis konnte sich wahrlich hören lassen: ein gewaltiger Klang erfüllt die Kirche. Im Festgottesdienst sangen die Kirchenchöre St. Pankratius Dingden und St. Ludgerus Spork sowie Sängerinnen und Sänger der Pro Campesinos. Begleitet wurde der große Chor von Orchestermusikern aus Dingden, Bocholt, Rhede und Isselburg. An der Orgel brillierte Joachim Riepen. Solopartien sangen Barbara Wißmann (Sopran), Anne Bauhaus (Alt), Stefan Hustede (Tenor) und Klemens Kerkhoff (Bass). Insgesamt waren rund 100 ausführende Musiker beteiligt.

Saubere Intonation, freudige und jubilierende Stimmen sowie eine gute Abstimmung sorgten für eine "beschwingte, freudige Umsetzung der Musik", so urteilte am 10. Oktober 2011 die Rheinische Post.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) gilt als musikalisches Wunderkind. Seine ersten Kompositionen schuf er im Alter von 5 Jahren. Als er 1791 starb, war er nicht ganz 36 Jahre alt. Seine Musik ist unsterblich geblieben. Die als Orgelsolomesse berühmt gewordene Missa brevis in C (KV 259) für Soli, Chor, Streicher, Trompeten, Pauken und Orgel erhielt ihren Namen wegen der solistisch konzertierenden Rolle der Orgel im Benedictus. Mozart komponierte die Orgelsolomesse vermutlich gegen Ende 1776. Bei der Komposition hatte Mozart sich an den Bestimmungen seines damaligen Chefs, Fürsterzbischof Graf Hieronymus Colloredo von Salzburg zu richten. Colloredo verfügte, dass musikalisch gestaltete Gottesdienste, die er selbst zelebriert, maximal 45 Minuten dauern durften.

Neben der Orgelsolomesse brachte die Chorgemeinschaft die Werke „Laudate Dominum“ und „Ave verum corpus“ zur Aufführung.

Nach dem Gottesdienst lud der Dingdener Chor alle Gemeindemitglieder zum Empfang in das Pfarrheim ein. Hier konnten in lockerer Runde Erinnerungen aus 140 Jahre Chorgeschichte ausgetauscht werden.

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