Projektchor zum Kirchweihfest im Oktober 2010

Seit jeher ist die Dingdener Pfarrkirche Mittelpunkt der Gemeinde St. Pankratius. Am 4. Oktober 1950 weihte Weihbischof Roleff das nach dem Krieg neuerbaute Gotteshaus ein. Das 60-jährige Kirchweihfest ist Grund genug, es entsprechend glanzvoll zu würdigen. Der eigens zu diesem Anlass gebildete Projektchor sang im Festgottesdienst am 10. Oktober 2010 Werke von Bach, Kayser und Kobrich. 

Im Mittelpunkt stand die „Missa brevis Nr. 5 in C“ von Johann Anton Kobrich (1714 - 1791). Im Jahr 1782 komponierte er das lateinische Messordinarium für gemischten Chor, Solisten, Streicher, Bläser und Orgel. Daneben sang der Chor „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750). Der Choral aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ (BWV 147) zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Kompositionen des ehemaligen Thomaskantors Bach.

Eine intensive Probenarbeit liegt hinter den Sängerinnen und Sängern: Anfang April begann die Erarbeitung der musikalischen Werke. Viele Herausforderungen galt es zu überwinden, damit jedes Stück am Festtag erklingen konnte. Der Projektchor setzt sich zusammen aus dem Kirchenchor St. Pankratius, den Pro Campesinos und Interessierte des Singkreises „Miteinander“; insgesamt rund 80 Sängerinnen und Sänger. Die Sopranistinnen Heike Signerski (li.) und Stephanie Reiker übernahmen Solo-Partien.

Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von einem kleinen Kammerorchester bestehend aus:

1. Violine: Veronika Abshoff
Jennifer Demming
Vivian Krause
 
2. Violine: Katrin Helfen
Christina Rumswinkel
 
Cello: Achim Koriath
 
Horn: Helen Latos
Malte Overkemping
 
Continuo: Alfons Buttermann

Die musikalische Gesamtleitung lag bei Sven Joosten. Fotos finden Sie hier.

Im Anschluss an den Jubiläumsgottesdienst fanden Aktionen in und um die Kirche statt. Auf dem Kirchplatz bestand die Möglichkeit zum Imbiss und kühlen Getränken. In der Kirche informierte eine kleine Ausstellung über den Wiederaufbau der Kirche. Einige Paramente (Messgewänder) und sakrale Gegenstände wie Kelche und Monstranz rundeten die Ausstellung ab. Eine Jubiläumsschrift berichtet über die geschichtlichen Hintergründe des Kirchengebäudes. Das Programm bot Interessantes und Abwechslungsreiches für Jung und Alt.